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Ängste

Dein Freund und dein Feind
Frau entspannt sich mit geschlossenen Augen, während sie die Arme hinter den Kopf legt – Symbol für innere Ruhe und Gelassenheit durch Hypnose

Jede Angst ist einzigartig

Angst. Sie taucht auf, wenn du am wenigsten mit ihr rechnest. Manchmal leise, ein Flattern im Bauch. Manchmal laut, eine Angstattacke, die dich wie ein Sturm überrollt. Dein Herz rast, dein Kopf schreit: „Lauf! Versteck dich! Tu bloß nichts Falsches!“.

Angst ist ein natürlicher Schutzmechanismus unseres Körpers – aber manchmal hält sie uns zurück. Sie hindert uns daran, unser volles Potenzial auszuschöpfen, Entscheidungen zu treffen oder einfach gelassen zu bleiben. Doch die gute Nachricht ist: Ängste sind erlernt und können auch wieder verlernt werden!

Warum haben wir Angst?

Manche Ängste sind klein und nervig wie eine Mücke im Schlafzimmer. Andere sind riesig, ein Schatten, der dich verfolgt. Angst, die Wohnung zu verlassen. Angst, den Job zu wechseln. Angst vor Veränderung oder Verlust.

Manchmal sind es die einfachsten Dinge: die Angst vor Durchfall, wenn du das Haus verlässt, vor dem Rot werden, die Angst einzuschlafen, weil du nicht weißt, ob du mitten in der Nacht aufwachst.

Und dann? Dann bleiben wir stecken. Wir drehen uns im Kreis, finden tausend Ausreden, bloß nichts zu ändern.
Denn was, wenn wir etwas falsch machen? Was, wenn es schlimmer wird?

Unser Unterbewusstsein speichert Erfahrungen, um uns vor möglichen Gefahren zu schützen.
Früher war es überlebenswichtig, Angst zu haben – etwa vor wilden Tieren oder gefährlichen Situationen. Heute jedoch blockiert uns Angst oft in Momenten, in denen keine reale Gefahr besteht: beim Sprechen vor Gruppen, bei Prüfungen oder in sozialen Situationen.

👉 Beispiel aus der Praxis: Anna, eine Klientin, litt unter extremer Prüfungsangst. Ihr Kopf wusste, dass sie gut vorbereitet war, aber sobald sie in den Prüfungsraum trat, begann ihr Herz zu rasen, ihr Kopf wurde leer. In einer Hypnosesitzung fanden wir heraus, dass sie in ihrer Schulzeit vor der ganzen Klasse von dem Lehrer ausgelacht wurde, als sie eine falsche Antwort gab. Sie hat sich damals so geschämt, dass sie jedes Mal wenn sie etwas vor der Klasse vortragen sollte, Schweißausbrüche vor Nervosität bekam. Ihr Unterbewusstsein verknüpfte seitdem Prüfungen mit Angst und Stress.

Jeder Mensch hat individuelle Ängste, doch einige sind weit verbreitet:

  • Versagensangst: Die Angst, nicht gut genug zu sein.
  • Soziale Ängste: Die Sorge, von anderen bewertet oder abgelehnt zu werden.
  • Angst vor Kontrollverlust: Etwa bei Panikattacken oder Flugangst.
  • Existenzängste: Sorgen um die finanzielle oder berufliche Zukunft.

Diese Ängste beeinflussen unser Verhalten oft unbewusst. Wir meiden herausfordernde Situationen, schieben wichtige Entscheidungen auf oder geraten in Stress, ohne den wahren Grund zu erkennen.

Wie du Ängste überwinden kannst

Sportlerin überwindet eine Hürde in der Halle – Symbol für das Überwinden von Ängsten und mentalen Blockaden durch Hypnose.

Fang an, ihr zuzuhören. Was will sie dir sagen? Wo will sie dich hinführen?

Vielleicht hilft es, sie in Worte zu fassen. Oder sie lächerlich zu machen: Stell dir deine Angst vor wie eine überdrehte Cartoonfigur, die wild mit den Armen wedelt und „Gefahr, Gefahr!“ schreit. Ist sie wirklich so mächtig, wie du dachtest?

  1. Verstehe deine Angst

Frage dich: Woher kommt diese Angst? Gab es eine Situation in der Vergangenheit, die mich geprägt hat? Oft hilft es, die Ursache zu erkennen, um bewusst gegenzusteuern.

  1. Ängste hinterfragen

Nicht jede Angst ist rational. Stelle dir die Frage: Was ist das Schlimmste, das passieren könnte und dann das Beste. Was, wenn du tatsächlich den Job wechselst – und es wird wunderbar? Was, wenn du tatsächlich jemanden enttäuschst – und es ist gar nicht schlimm?
 Meistens ist die Antwort gar nicht so bedrohlich, wie unser Kopf es uns vormacht.

👉 Beispiel: Paul hat Angst, bei einer Präsentation zu versagen. Doch was wäre das Schlimmste? Vielleicht ein paar Versprecher oder ein Moment der Unsicherheit – aber wird er deswegen gekündigt? Wahrscheinlich nicht.

  1. Gedanken bewusst steuern

Unsere Gedanken beeinflussen unsere Emotionen. Ersetze negative Gedanken durch konstruktive: Anstatt Ich werde mich blamieren!“ denke  Ich bin gut vorbereitet und werde mein Bestes geben.“

  1. Visualisierung nutzen

Das Unterbewusstsein unterscheidet nicht zwischen Vorstellung und Realität. Nutze dies für dich:

  • Schließe die Augen und stelle dir vor, wie du eine angstauslösende Situation meisterst.
  • Spüre die Ruhe, die Sicherheit und das Selbstvertrauen in deinem Körper.
  • Je öfter du das übst, desto leichter wird es, diese Gefühle in der Realität abzurufen.

👉 Übung: Stelle dir eine Zahnarztbehandlung vor. Spürst du, wie dein Körper anspannt? Nun ersetze dieses Bild mit einer angenehmen Szene, z. B. einem ruhigen Tag am Strand. Dein Körper wird automatisch entspannter.

  1. Die Macht der Atmung

Bei Angst reagiert unser Körper mit flacher Atmung und erhöhter Anspannung. Mit bewusster Atmung kannst du dagegen steuern:

  • Atme tief durch die Nase ein, halte den Atem kurz an und atme langsam durch den Mund aus.
  • Wiederhole dies einige Male – dein Körper signalisiert deinem Gehirn automatisch, dass keine Gefahr besteht.
  1. Hypnose als Unterstützung

Hypnose kann helfen, die Ursachen von Ängsten zu erkennen und neue Verknüpfungen zu schaffen. Sie wirkt direkt auf das Unterbewusstsein, dort wo Ängste entstehen. Durch gezielte Suggestionen kann dein Geist lernen, angstauslösende Situationen mit Ruhe und Gelassenheit zu verknüpfen.

👉 Beispiel: In einer Hypnosesitzung konnte Lisa, die unter Flugangst litt, ihr Unterbewusstsein darauf programmieren, das Gefühl der Entspannung aus ihrer letzten Massage mit dem Fliegen zu verbinden. Nach einigen Sitzungen konnte sie wieder angstfrei reisen.

Ängste loslassen und neue Wege gehen

Frau sitzt entspannt auf einem Felsen in der Sonne – Symbol für innere Freiheit und das Überwinden von Ängsten durch Hypnose.

Ängste sind mächtig, aber du bist stärker! Mit der richtigen Strategie kannst du Ängste überwinden und dich von alten Blockaden befreien. Nutze die Kraft deiner Gedanken, deiner Atmung und deines Unterbewusstseins, um neue Erfahrungen zu machen.

Angst ist trainierbar – genau wie Mut.

Coaching, Hypnose, Gelassenheitstraining können helfen, schau hier wenn du mehr Informationen möchtest. Denn Ängste entstehen im Kopf – und genau da kann man sie auch verändern. Dein Unterbewusstsein kann lernen, alte Ängste loszulassen und neue, kraftvolle Verknüpfungen zu erschaffen.

Möchtest du deine Ängste endgültig loslassen? Dann begleite ich dich gerne auf deinem Weg – in einem Coaching oder einer Hypnosesitzung!